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Was sind Stammzellen?

Als Stammzellen werden Körperzellen bezeichnet, die noch weitgehend unspezialisiert sind. Durch Zellteilung sind sie in der Lage sich zu vermehren. Erhalten Sie Reize aus der Umgebung, sind Sie in der Lage sich zu spezialisierten Zellen zu entwickeln (Differenzierung).

Stammzellen besitzen die Fähigkeit zur Regeneration von Gewebe im menschlichen Körper.

Stammzellen werden anhand ihrer Herkunft in embryonale und adulte Stammzellen unterschieden. Die befruchtete Eizelle (Zygote) ist totipotent. Aus dieser totipotenten Stammzelle kann ein ganzer menschlicher Organismus gebildet werden. Die daraus hervorgehenden pluripotenten Tochterzellen sind in der Lage mehr als 200 unterschiedliche Zelltypen hervorzubringen. Sie können jedoch keinen neuen Organismus entstehen lassen. Pluripotente Stammzellen werden 5-7 Tage nach der Befruchtung aus der Blastozyste gewonnen. Sie zählen ebenfalls zu den embryonalen Stammzellen und werden aus Föten die zur in vitro-Fertilisation gezeugt wurden, gewonnen.

Adulte Stammzellen sind multipotent. Das heißt ihr Weg zur Differenzierung ist in den Zellen bereits angelegt. Sie besitzen die Fähigkeit sich zu teilen und Differenzieren je nach Ort der Entstehung im Körper in unterschiedliche Gewebetypen. Sie können bereits aus einer Vielzahl von menschlichen Geweben (Knochenmark, Fettgewebe, Haut, Nabelschnur) isoliert werden.

Das Prinzip der Regeneration des Körpers mit Stammzellen lässt sich folgendermaßen zusammenfassen:
Multipotente Stammzellen teilen sich. Erhalten Sie einen Reiz aus der Umgebung bilden Sie spezialisierte Zellen nach. Diese spezialisierten Zellen dienen der Erneuerung von Geweben und Organen.Was sind Stammzellen?

Embryonale Stammzellen

  • Embryonale totipotente Stammzellen bilden die erste Stufe der Entwicklung des Embryos (Blastocyste) im Mutterleib. Diese Zellen sind nach den ersten Teilungsstadien pluripotent. Sie vermehren sich schnell und können sich theoretisch in alle Zellarten des menschlichen Körpers entwickeln.
  • Ihr Einsatz für die regenerative Medizin ist unethisch und medizinisch wegen der Gefahr aggressive Teratome (Krebstumore) zu bilden nicht zu vertreten.

Adulte Stammzellen

Adulte Stammzellen stellen die Quelle für die Selbsterneuerung des menschlichen Körpers dar. Sie finden sich bei Menschen jeden Alters in Depots im ganzen Körper. Ihre Existenz konnte in Geweben wie Fett, Haut, Knochenmark, Gehirn und Leber nachgewiesen werden. Wahrscheinlich sind sie in allen Gewebearten vorhanden. Da sie nur einen sehr kleinen Anteil der Zellen am gesamten Organ ausmachen, ist ihr Nachweis sowie ihre Isolation ein kompliziertes und aufwändiges Verfahren.

Die Vorkommen im Körper sind unterschiedlich ausgeprägt. Für therapeutische Zwecke werden vor allem Stammzellen aus dem Knochenmark und Stammzellen aus dem Fettgewebe eingesetzt.

In beiden Fällen handelt es sich um mesenchymale Stammzellen mit biologisch ähnlichen Eigenschaften.

Die Gewinnung von Stammzellen aus dem Knochenmark liefert nur eine geringe Anzahl von Zellen und ist auf eine labortechnische Vermehrung der Zellen in Zellkulturen außerhalb des menschlichen Körpers angewiesen. Die Vermehrung der Zellen in Kultur beeinflusst die Natur der Zellen. Die Vermehrung der Zellen erhöht die Gefahr, dass Fehler im Erbgut der Zellen entstehen die zu einer Entartung der Zellen führen können Die Gewinnung der Stammzellen aus dem Knochenmark erfolgt unter Vollnarkose durch Punktion des Rückenmarks oder der Hüfte.

Stammzellen aus Fettgewebe sind in größeren Mengen verfügbar. Auch bei normalgewichtigen und dünnen Menschen können in der Regel ausreichend Fettgewebe für die Stammzelltherapie gewonnen werden.
Fettgewebe wird durch Liposuktion steril im OP entnommen. Die Patienten benötigen dafür keine Vollnarkose.